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Was man über Trolle wissen sollte:

Wenn ihr dies was hier unten alles mal durchstöbert und gelesen habt,
dann versteht ihr Trolle vieleicht etwas,
vor allem aber dürfte man verstehen, daß
Trolle mehr sind als durch den Wald hüpfende Pelzkugeln.



Nur Trolle haben gewaltige Kräfte
und brauen daraus vitaminreiche Säfte
ein Schlückchen von diesen
läßt Kräfte zufliessen,
die alles vollbringen,
wovon Könige singen.



Warum ich Trolle liebe ??

Dich interessieren Trolle???!
Zuerstmal: Ich bin ein weiblicher Troll.

Mein Name ist... Naja, sagen wir unwichtig.
du könntest ihn eh nicht aussprechen. Warum?
Weil ich ein Troll bin und wir Trolle haben Namen,
von denen Ihr Menschen nur träumen könnt. *lächel*


EURE MEINUNG ÜBER TROLLE:

Das gemeinsame Merkmal aller Trolle:
Sie sind böse – und außerdem abgrundtief hässlich.
Zu Hause sind sie der Überlieferung nach in den Wäldern,
Berg- und Moorgebieten . Wer einen Troll sehen will,
muss sich nachts aus dem Haus wagen.
Denn wie den meisten bösen Wesen
bekommt ihnen das Tageslicht nicht:
Wird ein Troll von der Sonne überrascht,
erstarrt er zu Stein.

GEGENDARSTELLUNG:

Warum ich so großzügig bin und Euch Menschen
gestatte meine Worte zu lesen –
warum ich mich hier überhaupt äußere?
Ganz einfach, ich will mal eines klar stellen:
Trolle sind lieb, nett,
herzensgut und obendrein auch noch hoch intelligent!
Das hätten Sie jetzt nicht gedacht, was!?
Ja, weil die meisten von uns reden,
als seien wir Monster. Dazu muss ich sagen,
wenn Sie sich dieser Meinung angeschlossen haben,
haben Sie echt ein Problem mit Vorurteilen:
Oder sind Sie schon mal von einem Troll schlecht behandelt worden!?
– Na also...
In Wirklichkeit sorgen wir dafür dass es Euch Menschen gut geht.
Glauben Sie nicht?
Na schön, hier ein Beispiel:
Ich gebe zu, es ist ein altes Beispiel,
aber was kann ich dafür,
dass Ihr Menschen die Elektrizität entdeckt/erfunden habt!?
Der Mann im Mond! Ja genau, richtig gelesen.
Da gibt es nämlich gar keinen Mann.
Jedes Kind weiß, dass es den nicht gibt.
Es ist nämlich ein Troll im Mond!
Er sorgt dafür, dass die Spiegel des Nachts in Position stehen
und das Sonnenlicht als Mondlicht reflektieren. Tatsache!
Wie? Warum die Teleskope und Satelliten und alles das nicht entdecken?
Ihr habt das jetzt schon seit Menschendenken nicht gesehen,
bemerkt oder gelernt uns wahr zu nehmen,
dann braucht Ihr Euch auch nicht zu wundern,
wenn Eure Maschinen uns nicht sehen.
Was ich euch damit sagen will?
So lange ich denken kann – und das ist schon sehr lange! - ,
schenkten wir Trolle Euch Licht – sogar in der Nacht.
Und was ist der Dank dafür?
Ihr stellt überall Lampen auf
und schiebt den Verdienst des Mondlichtes auf einen Mann...
Das sollte mich eigentlich beleidigen,
aber Ihr wisst es eben nicht besser!
Nur ein Mensch kann so einen Unsinn verzapfen
und bringt dann Sprüche wie:
"Die Erde ist eine Scheibe!" *schmunzel*
Wenn bei Euch einer im Suff dummes Zeug redet,
glaubt ihm das jeder, oder?
Na schön, das soll nicht mein Problem sein.
Obwohl ich mich da an eine Sache erinnere.
Damals kam bei Euch gerade so der Trend auf,
dass Ihr alle so sicher wart, die Erde sei eben eine Scheibe –
obwohl man deutlich sehen kann,
dass da so viele Hügel und Berge sind
und die gewöhnliche Scheibe ist nun mal flach...
Gut, man kann ja auch was auf eine Scheibe drauf legen
und dann wars das mit dem flach.
Aber dann kann man bei dem Gebilde kaum mehr von einer 'Scheibe' reden.
Was mich wieder zu diesem 'Massenprinzip' führt
(alle sagen Trolle sind böse, also sind sie böse...):
Alle sagen die Erde ist eine Scheibe, also ist sie eine.
Ist damals schon mal einer von der Kante gefallen?
Nein – wie kommt man dann auf die Idee, die Erde sei eine Scheibe?
Wie auch immer, als das gerade so in Mode kam,
ging ich mit meinem ältesten Sohn spazieren.
Er war damals gerade zarte 300 Jahre alt
und hatte noch kaum etwas von der Erde gesehen,
als wir zu einem Wasserfall kamen.
Dahinter fiel das Gelände abrupt ab.
Und schon zerrte er an meiner Hand und rief ganz aufgeregt:
"Lass uns schnell umkehren, lass uns schnell umkehren!"
Er dachte nämlich wir hätten eine Kante erreicht und befürchtete,
wir könnten hinunter fallen... Alles nur Eure Schuld!
Tja und jetzt ist die Erde plötzlich eine Kugel,
weil man ja drum rum fahren kann... *lächel*
Dabei ist sie nicht mal richtig rund sondern eher oval!
Naja, wenigstens besteht noch Hoffnung.
Und bis Euch dann ein eigenes Licht aufgeht,
knipst weiterhin mein guter Freund das Mondlicht für Euch an!
Euer Trollchen ;) morgi

ALLES ÜBER TROLLE:

Ich schreibe hier über Trolle um zu versuchen,
ihre Welten den Menschen wenigstens ein wenig näher zu bringen,
denn Trolle sind auf ihre Art wahnsinnig liebenswerte Wesen,
und wer sie nicht kennt, verpaßt einiges.

Nicht immer waren die Menschen so ablehnend gegenüber Trollen,
früher war zwischen Trollen und einigen Menschen eine viel engere Beziehung,
sie lebten, arbeiteten, träumten miteinander.
Und erst in der Mitte des 11.Jahrhunderts begannen sich
die Trolle und Gnome von den Menschen abzusondern,
denn zu oft mußten sie miterleben,
wie im Rahmen der fanatischen Hexenverfolgungen ihre menschlichen Freunde
durch sie in große Gefahr gebracht wurden.

Seit etwa dieser Zeit haben sich die Trolle
und die Menschen immer mehr auseinandergelebt.
Während die einen den Planeten eroberten und erforschten,
suchten die anderen ihr Glück in seltsamen Traum- und Gedankenwelten
und beschränkten ihre Realität auf ein Mindestmaß.
damit waren die gemeinsamen Berührpunkte der Trollwelten
und der Menschenwelt immer kleiner und weniger geworden,
so daß heute keiner mehr mit dem anderen zu tun hat.

Die Menschenwelt wird jetzt größtenteils
nur noch von den Gnomen besucht,
die auf ihren Wanderungen um die Erde nicht umhin kommen,
auch der menschlichen Kultur einen Besuch abzustatten.

Im Laufe der Jahre breitete sich der Mensch
immer mehr auf dem Planeten aus
und die Schlupfwinkel für Trolle und Gnome
in dieser Welt werden zunehmends rarer.
Bei den Trollen entwickelt sich deshalb
langsam ein gewisses Katastrophengefühl,
wie es schon einige Male in der Geschichte auftrat,
und das meistens ein Konzil aller Trolle zur Folge hat.
Es wird wohl noch mehr als 20 Jahre dauern,
bis sich die Trolle in einem Konzil zusammenfinden,
doch einige Kreise von Wissenstrollen und Druiden
haben jetzt schon ihre Vorschläge ausgearbeitet,
in denen sie den Einzug der Trollwesen in die Stadt empfehlen.

Denn schon heute wandern kleine Gnome
ungesehn durch manche Stadt,
und sogar einige Trolle sind zu Stadttrollen geworden,
die in irgendwelchen Parks oder Kanalsystemen leben.
Wie dem auch sei, da der Mensch sich immer breiter macht
und nicht anzunehmen ist,
daß die Trolle auf den Platz in unserer Welt verzichten,
muß man auf jeden Fall damit rechnen,
daß die Menschen bald wieder öfters mit Trollen in Berührung kommen werden.

Doch die, die sich freuen, müssen sich noch etwas gedulden:
Der Konzil der Trolle findet frühestens in zwanzig Jahren statt
und bis sich die Trolle und Gnome und Geister geeinigt haben
und die Folgen für uns akut werden,
werden sich noch einmal etwa fünfzehn Jahre vergehen.

Die verschiedenen Wesen der Welt

Trolle und Gnome sind im Prinzip den Menschen ähnlich, da sie auch aus Körper und Seele bestehen, doch während beim Menschen diese beiden Teile gleichgewichtet sind, überwiegt bei Trollen deutlich der seelische Aspekt seines Wesens. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen machen eigentlich die so großen Unterschiede zwischen Menschen und Trollen und Gnomen aus.

Gnome sind junge Trolle, die sich meist auf eine lange Wanderschaft begeben, um die Welt in der sie nun leben sollen genau zu erforschen, dabei bevorzugen sie es, alleine zu reisen, kehren jedoch sehr oft bei anderen Trollen oder Gnomen ein und tauschen ihre Erfahrungen aus. Gnome kommen weit in der Welt herum und sie sind es auch, die desöfteren gerne irgendwelche ahnungslose Menschen ärgern.

Trolle lieben das gesellige Leben und bilden deshalb gerne große Gemeinschaften, die meistens ziemlich chaotisch sind. Sie führen ein nach menschlichen Maßstäben langweiliges Leben, da sie meistens nur rumsitzen oder schlafen oder über irgendwelche nicht nachvollziehbaren Dingen brüten oder herumschlendern und meistens anscheinend sinnlose Dinge tun, denn sie entfernen sich immer öfter von unsere Welt und streifen durch fremde Gedankenwelten, während sie ihre Realität bzw. ihre reale Anwesenheit auf unserem Planeten, auf ein Minimum reduzieren. Nur nachts kommen sie zurück und treffen dann mit den anderen zusammen und in den Festen die sie dann feiern, gibt es oft langes Palavern und Streiten und Erzählen.

Während Menschen die Gnome und meistens auch die Trolle noch begreifen können, sind ihnen die Geister und Auren größtenteils unverständliche Wesen. Denn diese sind durch keinen Körper eingegrenzt, bestehen also nur noch aus irgendwas, das man Geist oder Seele nennen kann. Sie sind ziemlich unberechenbar, nehmen aber manchmal Anteil am Leben der anderen Wesen, besonders oft unterhalten sie sich mit Trollen. Auren sind ähnlich wie Geister, nur sind sie noch schwerer zu begreifen, da sie angeblich nur aus Gefühlen bestehen, die selbst von Trollen nur noch vage erfasst werden können, Geister allerdings schätzen die Nähe zu Auren.

Von Luftgeistern stammt auch die Information, daß es noch Wesen gäbe, die selbst für Geister wiederum nur schwer wahrnehmbar seien. Diese Sphären seien an Kommunikation jeglicher Art nicht interessiert, sollen aber manchmal seltsame Harmonien und Klänge erzeugen.

In dieser Reihe dieser Wesen bildet der Mensch also das Schlußlicht, doch da er gleichzeitig die Krone der Fauna repräsentiert, ist er gewissermaßen ein Wesen mit Tendenz zu beiden Bereichen und stellt eine Sonderexistenz dar, und in dieser Position beeinflußt der Mensch die äußerlich existierende Erde am deutlichsten. Das gibt ihm insofern eine Schlüsselbedeutung, da dieser Planet auf irgendeine Weise die Basis und damit wohl auch Lebensgrundlage für alle existierenden Wesen ist. Kein bekanntes Wesen, außer dem Menschen und vielleicht den Sphären, ist in der Lage, die Atmosphäre der Erde zu verlassen. Die Vermutung liegt aber nahe, daß es auch Wesen gibt, die im ganzen Weltall umherstreifen.

Wortlabyrinth

Da Trolle ja heutzutage nur noch in Fantasyromanen oder Computerspielen auftauchen, hat sich eine ziemliche Desinformation auf diesem Gebiet verbreitet.
Erschwerend kommen noch verschiedene Bezeichnungen vor, die eigentlich alle dasselbe meinen.

So sind Heinzelmännchen im Prinzip die wenigen Gnome, die die Menschen nicht ärgern, sondern ihnen helfen.

Klabautermänner sind Trolle, die ursprünglich nur auf Schiffen, inzwischen auch in manchen Zügen und Flugzeugen leben.

Kobold ist ebenso wie Wichtel eine andere Bezeichnung für Gnom, wobei mit Wichtel vor allem ganz kleine Gnome gemeint sind.

Als Feen und Elfen werden einige Geister bezeichnet, auch einige starke Auren.

Schrate sind eigentlich Menschen, die zurückgezogen im Wald leben, doch inzwischen leben auch einige Trolle wie Schrate und bauen sich Hütten.

Mit Zwergen können eventuell besonders kleine Trolle gemeint sein. Schlümpfe gibt es eigentlich nur in der Phantasie der Menschen, doch seit einige Gnome von diesen Geschichten erfahren haben, gibt es irgendwo in Mittelfrankreich eine Gruppe von Trollen und Gnomen, die sich blau anmalen und sich ironischerweise Schlumpftrolle nennen.

Das Leben der Trolle

Trolle sind etwa 5 cm bis 4 m groß und haben wuscheliges Fell in fast allen Farbtönen. Am meisten haben sie einen grünen, grauen, braunen oder schwarzen Pelz, aber auch rötlich oder bläulich, silbern, selten sogar orange. Da sie ihr Fell nie pflegen, schleppen sie darin massenhaft Blätter, Zweige und Käfern mit sich herum. Trolle watscheln und trotte, sie tapsen und walzen sich durch den Wald, nur ganz wenige sieht man schnell rennen. Auch rollen sie sich gerne Steilhänge hinab anstatt zu laufen. Wirklich still sind Trolle nur selten, immer müssen sie vor sich hin brummeln oder anderen was zurufen, oder kreischen oder sonstwie Lärm erzeugen. Der Mensch aber bekommt von alledem fast nichts mit, da Trolle tagsüber kaum anzutreffen sind, sondern nur in der Nacht aktiv sind.

Denn Trolle sind hauptsächlich Geisteswesen. Tagsüber träumen sie vor sich hin und sind mit allen möglichen geistigen Betrachtungen beschäftigt. Ziemlich viele Trolle wollen dabei ihre Ruhe haben und verwandeln sich deshalb gerne in Steine, Bäume oder andere Dinge hinein. Denn Trolle haben eigentlich keinen richtigen Körper, jedenfalls nicht so wie wir Menschen uns einen Körper vorstellen, und können ihre Gestalt aus diesem Grund beliebig verändern. Von ihrer Verwandlungsfähigkeit machen die Trolle aber recht selten Gebrauch, eigentlich nur, um tagsüber ungestört träumen zu können, oder bei Gefahr.

Andere Trolle verwandeln sich tagsüber nicht, sondern schlendern herum, während sie vor sich hinträumen, oder sie schlafen, oder sie sitzen einfach so da und starren ins Leere. Bekannt sind die Windzaustrolle, die sich auf freie Ebenen stellen und den Wind durch ihr Haar pfeifen lassen, oder die Eistrolle, die in Grönland oder Alaska wie Steine jahrelang bewegungslos dastehen. Manche Trolle können besser denken und träumen, wenn sich Gedankenwelt und Realität aneinander reiben, wie zum Beispiel der Uhrtroll, der wenn er träumt durch den Wald rennt und laut die aktuelle Uhrzeit verkündet.

Wie dem auch sei, in Hinsicht auf die Trolle ist ein Wald tagsüber fast wie ausgestorben, da die meisten von ihnen irgendwo als Stein oder Ast oder sonstiges herumliegen. Die Gnome hingegen, die sich zur Zeit mit in der Gemeinschaft der Trolle befinden, sind durchaus aktiv. Sie durchstöbern in dieser Zeit den Wald nach Leckerbissen oder sie helfen oder ärgern andere Tiere, bevorzugt Mäuse oder Ratten oder Eichhörnchen. Es kommt auch vor, daß sie miteinander spielen oder sich von Bäumen auf Rehe oder Füchse herabfallen lassen und dann auf diesen reiten und so die Gegend und die Wildwechsel erkunden. Gnome können im allgemeinen sehr gut und schnell laufen und klettern.

Noch eine weitere Fähigkeit haben Trolle, die ihnen große Vorteile bringt. Sie entwickeln nämlich ein Gefühl für ihre Umgebung, das ausgesprochen intensiver ist als alles was Menschen kennen. So können sie alles, was in diesem Gebiet vor sich geht, fühlen, mehr noch, sie selbst sind mit das Gefühl dieses Waldes, oder der Wiese oder, bei Klabautermännern, des Schiffes. Sie nehmen alles auf, jede Regung, jede Veränderung, jedes Gefühl des Waldes. Dabei ist erstaunlicherweise unwichtig, ob sie gerade geistig anwesend sind, oder schlafen oder träumen.
Wenn also am anderen Ende ein Fuchs eine Maus tötet, so spürt das der Troll genauso wie wenn sich die Blätter der Bäume im Wind bewegen oder ein Wanderer herumläuft. Und wie bei einigen Menschen in etwas schwächerer Weise werden auch Trolle bei Gefahr von diesem Gefühl alarmiert.

Bei manchen Trollen ist dieses Gefühl so ausgeprägt, daß sie nicht nur unbewußt alles spüren, sondern sogar direkt als ihr Gebiet handeln können. So kann der Waldtroll Bäume umstürzen lassen, oder kleine Erdbeben erzeugen, oder Blätter rascheln lassen. Auch bei Heckentrollen ist diese Fähigkeit oft anzutreffen. Und besonders Monumentaltrolle können mit dieser Fähigkeit so gut umgehen, daß sie wie Virtuosen ein Gebäude steuern können. Beliebt sind bei den kleinen Gnomen die Lagerfeuergeschichten, wo ein Monumentaltroll durch Luftzüge, Türeknallen oder das Bewegen von Teppichen ein Burggespenst gespielt hat.

Sobald es dämmert und es im Wald düster wird, kommen die Trolle zurück und das Nachtleben beginnt. Fast jedes Gebiet hat einen bestimmten Versammlungsort, etwa eine Bergkuppe oder eine größere Lichtung, wo sich alle dann versammeln und fast jeden Abend gibt es dort große Feste.
Zum einen treffen sich die Trolle und Gnome dort, um einfach nur zusammenzusein mit gleichen ihrer Art, sie sitzen und trinken und fressen zusammen, meist um ein Lagerfeuer herum, aber auch in den Bauen und Höhlen ringsum, oder in den Baumnestern. Es wird gesungen, sogar getanzt, viel geredet und palavert und diskutiert und gebrüllt und gerülpst und geprustet, so ein Fest ist immer ziemlich chaotisch und ein Gewirl von Trollen und Gnomen.

Die Gnome klettern bevorzugt im Fell von großen Trollen herum, knuffen sich und spielen und benehmen sich wie kleine Kinder, so daß eine Gruppe von einigen Trollen und Gnomen durchaus wie eine Familie erscheinen könnte. Während die meisten auf dem Boden sitzen oder herumlaufen, befinden sich die Klettertrolle in den Bäumen über dem Platz und feiern sozusagen ein Fest über dem Fest.
Immer wieder kommen Klettertrolle nach unten und andere Trolle oder Gnome nach oben in die Bäume. Sehr oft beteiligen sich auch Geister und Auren an solchen Feiern. Gerne werden Geschichten erzählt, bei denen es völlig egal ist, wie übertrieben sie sind, und oft führen Druidentrolle oder Zauberer kleine Tricks vor und beeindrucken die kleineren Gnome. Gewöhnlich dauern solche Feste bis zum Morgengrauen.

Da die Trolle, die gemeinsam in einem Gebiet wohnen, aufgrund ihrer Aura viele gemeinsame Gefühle haben, sind sie untereinander sehr vertraut und bilden eine verschworene Gemeinschaft. Es ist unmöglich, daß sich Trolle ernstlich streiten, öfters dagegen werden Haßlieben gepflegt, denn Trolle lieben Schimpfen und Wortwettkämpfe. So sind ihre Zusammenkünfte trotz allem Geschimpfe und Geschrei doch ausgesprochen harmonisch und geprägt von einem Gefühl der Zufriedenheit und der Freude, daß sie wieder zusammen sind. Regeln sind unter Trollen nicht notwendig, ihr Zusammenleben ist ziemlich chaotisch. Trolle lieben das Chaos und die Unordnung ebenso wie Paradoxa und Widersprüche.

Trolle haben zudem auch eine ungeheure Liebe zur alten Welt. Alte Bräuche werden besonders gerne gepflegt.
So gibt es die Drachensinger, die durch ihre Märchen von Drachen diese wieder ins Leben zurückerzählen wollen. Oder minnesingende Trolle.
Die Nachtreitertrolle treffen sich zuweilen zu traditionellen Raubzügen, bei denen sie dann irgendwelche verlassenen Ruinen erobern.
Die Hexentrolle pflegen die Tradition der alten Hexen.
Die Thortrolle veranstalten die jährlichen Sonnwendfeste, deren Hauptattraktion ein Feuerregen aus brennenden Bucheckern ist.

Ausdruck ihres weltweiten Gemeinschaftsgefühls sind die Konzile der Trolle, die die ganzen Trolle und Gnome unserer Welt vereinigen, wobei auch Geister und manche Auren teilnehmen.
Berühren irgendwelche weitreichenden Probleme das Leben der Trolle, so wächst bei den Trollen eine gewiße Unruhe, die sich nach bis zu zwanzig Jahren so verstärkt hat, daß sich alle in einem Konzil zusammenfinden. Das Phänomen dieser Konzile ist, daß sie nicht körperlich sich treffen, sondern vielmehr eine Art gedankliches Kommunikationsnetz um den Planeten legen, so daß sie sich alle gleichzeitig unterhalten können. Diese Gespräche finden in einer Parallelwelt statt.

Die Informationen darüber, wer dieses Netz koordiniert, wer die Kraft dazu liefert, sind sehr vage. Vielleicht Druidentrolle, vielleicht sogar die legendären Yggdrasil.
Auf diesem Forum wird solange diskutiert, bis jeder seine Meinung äußern konnte und sich alle für einen Weg entschieden haben; Mehrheitsentscheidungen gibt es nicht, es wird solange diskutiert, bis man zu einer gemeinsamen Lösung gekommen ist.

Oft wurde ich gefragt, wie alt denn Trolle werden, und nicht wenige interessiert brennend der Geschlechtsverkehr unter Trollen. Obwohl diese Dinge für Trolle eigentlich keine Rolle spielen, will ich doch kurz darauf eingehen. Trolle sind im Prinzip geschlechtslos, doch manche haben eher eine weiblich anmutende Aura, also ein Mensch hat das Gefühl, daß er es mit einem weiblichen Troll zu tun hat, manche wiederum machen einen sehr männlichen Eindruck.
Trolle werden nicht geboren; sie sind plötzlich da, und wie genau sie entstehen ist ein Geheimnis von ihnen. Auch ihr Sterben ist sehr misteriös. Denn theoretisch können Trolle unendlich alt werden, auch wenn man es ihnen in der Regel nicht ansieht, nur Zaubermeister sehen zuweilen etwas gebrechlich aus, aber auch nur, weil es sich für sie aufgrund ihres Standes so gehört, und weil sie damit mehr Eindruck schinden.

Aufgrund vager Andeutungen kam ich zu dem Schluß, daß Trolle irgendwann sich mit dem Tod beschäftigen. Wie genau das vorgeht, ist unklar. Es scheint aber letztlich darauf hinzulaufen, daß sich die Trolle gewissermaßen wegdenken, und so irgendwie verschwinden. Ob sie wirklich gestorben sind, oder was mit ihnen dann geschieht, ist unklar. Das Phänomen der Yggdrasil läßt vermuten, daß Trolle eventuell das Todesstadium wieder verlaßen können.

Die Träume der Trolle

Was genau die Trolle machen, wenn sie träumen, ist von Troll zu Troll verschieden und im allgemeinen für Menschen nur schwer zu begreifen.
Die meisten schweifen durch irgendwelche Gedanken- und Traumwelten, wobei unklar ist, wer diese Welten eigentlich erschafft. Diese Welten sind manchmal skurril, manchmal ähnlen sie unserer Welt, manchmal bestehen sie nur aus Zahlen, oder aus Begriffen, oder sie erreichen eine Stufe der Abstraktion, die Menschen nicht mehr nachvollziehen können. Um in all diesen Welten überhaupt bestehen zu können, haben die Trolle ein außerordentliches Selbstverständnis entwickelt, das ihnen die nötige Geisteskraft gibt, so daß sie weder verrückt werden, noch irgendwo verlorengehen.
Wenn sie nachts wieder zurückkommen und mit den anderen Trollen reden, oder überhaupt, wenn sie in der Realität leben, ist es für sie wie eine einzige große Entspannung. Deshalb sind die Trolle auch, wenn man sie trifft, unglaublich locker und befreit, was mit ein Grund ist, daß sie so liebenswürdig sind.

Obwohl Trolle im allgemeinen in ihren Träumen jeglichen Gemeinschaftssinn verlieren und nur alleine reisen, beschäftigen sich doch auch einige mit gleichen Themen, die abends dann diskutiert werden. Zum Träumen gehört auch das Erschaffen von Gedankengebilden, anhand von denen bestimmte Dinge erforscht werden.
Dieses Denken beruht anscheinend darauf, daß irgendwelche Faktoren oder Erkenntnisse oder Gefühle diese Welt ständig verändern. Trolle sprechen von der "Wabbel Welt".
Andere, die Wissenstrolle beschäftigen sich mit menschlichem Wissen, das heißt sie suchen nützliche menschliche Gedanken heraus, verarbeiten sie, entwickeln sie weiter, korrigieren sie eventuell und speichern sie ab und verbreiten sie.
Monumentaltrolle, vor allem die in Bibliotheken oder Archiven, stöbern gedankenverloren in alten Büchern herum; sie neigen oft zur Philosophie und zum spekulativen Denken. Dieses spekulative Denken scheint gleichermaßen ernst und lustig zu sein, weil offenbar Regellosigkeit die einzige Regel diese Denkens zu sein scheint. Es muß zu ungeheuer skurrilen Ergebnissen führen, die auf Trolle eine Wirkung haben, wie etwa ein Kabarett auf die Menschen.

Der Einfluß der Menschen
auf Trolle und Gnome

Wie schon mehrere Male erwähnt, wandern Gnome auch durch Städte der Menschen. Dabei schnappen sie ziemlich viel auf, das später dann durch Geschichten und Berichte in die Trollwelt einfließt.
Ein kleines Beispiel dafür war schon die Namensgebung. Doch die Gnome bringen noch mehr menschliche Kultur zu den Trollen. So bekommen sie in den Städten immer öfters auch Fernsehfilme oder Kinofilme zu sehen. Besonders die Filme der Gremlins haben auf die Gnomgeneration großen Einfluß gemacht, zeigte sich doch darin eine ganz neue Dimension im ärgern der Menschen. Immer öfters tauchen Gnome auf, die sich Technikergnome nennen und erstaunlich gut mit Werkzeug und technischem Gerät umgehen können. Sogar komplizierte Geräte können sie reparieren oder zusammenbauen.

Manchmal reagieren Gnome auch aggressiv und ärgern Menschen. Dabei investieren sie beträchtliche Zeit, um herauszufinden, was die Menschen am meisten verärgert, doch ihre Aktionen beschränken sich meistens auf das Kampffeld Bürgersteig, Parks, Plätze. In Wohnungen dringen Gnome nie ein, selten mal in Großgeschäfte, um an technisches Material zu kommen.
Typische Aktionen von Gnomen sind zum Beispiel zwicken, oder Umwerfen von Regalen, werfen mit Steinchen und ähnliches. Relativ oft sind Bücherhandlungen das Opfer ihres ärgers, zum einen weil die negative Beschreibung von Trollen und Gnomen in den Büchern sie reizt, zum anderen, weil Bücher genau die richtige Größe haben, so daß Gnome mit ihren Kräften größtmöglichsten Effekt erzielen. Es ist aber auch anzunehmen, daß die Techniken der Gnome mit Hilfe der Elektronik sich weiterentwickeln.

Doch nicht nur über die Gnome, sondern auch über die Hoftrolle und Monumentaltrolle und über die Wissenstrolle kommen menschliche Einflüsse zu den Trollen. Diese wirken sich allerdings meist nur gering aus, und wenn überhaupt, dann auf einzelne Trolle, wie zum Beispiel den Radeltroll, der sich ein modernes Fahrrad zusammenbaute und damit einige Zeit durch die Gegend düste. Oder der Uhrtroll, dessen ständiger Begleiter immerhin eine hochmoderne Armbanduhr ist. Oder den Werbetroll, der sich einen kleinen Radiömpfänger konstruieren ließ und seitdem auf Festen zur allgemeinen Belustigung die neusten Werbeslogans verkündet.

Die Sprache der Trolle

Abgesehen von anderen Unterschieden stellt die Sprache der Trolle und Gnome eine weiter Hürde der Verständigung dar, da sie logisch kaum zu begreifen ist, und der Mensch nun mal gewöhlich logisch vorgeht. Denn Trolle kommunizieren untereinander in einer Form, die man am ehesten telepathisch nennen kann. Am deutlichsten zeigt sich das, wenn Trolle scheinbar starr irgendwo sitzen, doch dabei sich, in Gedanken sozusagen, mit irgendwelchen fernen Trollen unterhalten.

Scheinbar im Widerspruch dazu unterhalten sich Trolle, wenn sie sich gegenüberstehen, oft ziemlich laut, benutzen aber auf jeden fall etwas, das man versucht ist, Sprache zu nennen, was es aber nicht ist. Denn die Unterhaltung bleibt in der telepathischen Ebene, die durch Worte nur verstärkt wird. Es handelt sich dabei um Phantasieworte ohne Bedeutung, die ein Troll sich ohne irgendwelche Regeln, meist aber nach seinem jeweiligen ästhetischen Empfinden, während des Gesprächs erfindet, und in diese Worte legt er dann den gewünschten (~telepatischen) Sinn.

Für dieses Verhalten gibt es mehrere Gründe: Zum einen lieben die Trolle einen gewissen Lärm um sich herum und außerdem können sie dadurch Dichtwettkämpfe veranstalten, schön Schimpfen oder ihren Sinn für ästhetik präsentieren.

Parallel zu den eigenen Kreationen eines jeden Trolls gibt es noch einige Worte, die im Laufe der Zeit eine feste Bedeutung bekommen haben, und die alle Trolle in diesem Sinne verstehen.
Doch für die Menschen ist dies keine Hilfe, da die Trolle diesen Worten wiederum die gerade passende Bedeutung hineinlegen, so daß der Sinn dieser Worte entsprechend variiert.
So bedeutet das Wort "dom" eigentlich "Kreis" doch kann es genausogut "Ewigkeit, Endlosigkeit, Mysterium, Geheimnis, Weltall" heißen und letztendlich fast alles ausser "Viereck" bedeuten.
Genauso ist es mit einem anderen festem Wort "Thalamute" das eigentlich "Held" heißt, doch auch verwendet wird für "Alter, Krieger, Sieger, Schwachkopf, Tor".

Wenn ein Mensch also Trolle verstehen möchte, so kann er nicht mit festen Worten arbeiten. Reden kann er normal, wobei er aber hauptsächlich in Gedanken den Sinn seiner Worte verstärken muß. Will er aber die Trolle verstehen, so muß er sich auf seine Intuition verlassen, und in dem Sinne versuchen dahinterzukommen, was ein Troll meint.
Es kommt also aufs gefühlsmäßige Erfassen der Botschaft an. Je öfter man sich so mit Trollen unterhält, desto leichter wird es einen fallen, und dann kann man auch dazu übergehen, wie die Trolle zu reden, indem man eben Wörter nach eigenem Geschmack vertauscht oder erfindet. Nichtsdestotrotz aber sind Menschen nicht in der Lage, eine rein telepathische Unterhaltung zu verstehen.

Diese rein telepathische Verständigung ohne sprachliche Unterstützung wird selten benutzt, nämlich nur in Situationen, wo es auf Stille ankommt, etwa in Gefahr, oder wenn der Gesprächspartner weiter entfernt ist. Dabei bekommen die Klabautermänner eine besondere Bedeutung. Denn die Reichweite der Trolltelepathie ist beschränkt, so daß sich besonders bei Gesprächen von Europa nach Amerika oder Australien Klabautermänner als Brücken einschalten. Sie müssen dafür aber besonders trainiert sein, und nur unter vollem Einsatz sind die Klabautermänner in der Lage, ein Gespräch zu ermöglichen, meistens beschränken sie sich auf übermitteln von Nachrichten und geistigen Briefen. Kleinere Notizen kann jeder Troll weiterleiten und so können Nachrichten sehr schnell über Trollketten verbreitet werden.

Ein Geheimnis der Trolle ist die Beschaffenheit ihrer Namen. Ihren wirklichen Namen teilen sie den Menschen jedenfalls nicht mit, vielleicht können sie ihn nicht in Worte fassen. Dafür hat aber jeder Troll einen anderen Namen, den er sowohl gegenüber den Menschen als auch gegenüber den anderen Trollen und Gnomen benutzt. Diese aber entnehmen ihm viel mehr Informationen als Menschen. Da sich jeder Troll seinen Namen selbst aussucht, kommt es oft zu komischen und skurrilen Namen; viele Trolle, und vor allem Gnome, ändern ihre Namen oft, die anderen wissen aber immer, um wen es sich handelt.
So gibt es neben gängigen Trollnamen wie Ghaly oder Wqterul oder Tsaghymm auch bekannt anmutende Namen wie Hägar, Llynwell, Jonas, Thunder und viele ähnliche. Dies erklärt sich daraus, daß viele Gnome auf ihrer Wanderschaft auch durch menschliche Städte ziehen und dabei auch solche Sachen aufschnappen. Später wird dann am Lagerfeuer weitererzählt und so gelangen viele Begriffe aus dem Menschenbereich zu den Trollen. Und zudem beschäftigen sich einige Wissenstrolle und Monumentaltrolle mit Büchern wie der Bibel oder sonstigen vor allem alten Werken, und sie übernehmen dabei auch Namen und Ortsbezeichnungen. Ein bekannter Monumentaltroll nennt sich zum Beispiel "Jachwe" weil er die Bedeutung des Namens so lustig fand.

Die verschiedenen Arten
der Trolle

Trolle und Gnome sind bei der Bildung von Gruppen und Kulten nicht besonders zurückhaltend, so daß es inzwischen tausende von Bezeichnungen gibt. Die wichtigsten Arten und Kulte und Bünde von Trollen habe ich hier versucht, etwas zu erläutern. Man kann Trolle nach ihrem Lebensraum in folgende Großgruppen unterscheiden: Wald-, Wiesen-, Hecken-, Monumental-, Hoftrolle, Klabautermänner. Man kann auch Trolle nach ihrer Lebensart unterscheiden, oder nach ihren Spleens, oder nach Größe, es kommt auf jeden Fall immer ein Chaos heraus.

Waldtrolle leben vor allem im Wald und materialisieren sich bevorzugt in Bäumen. Sie haben eine ausgeprägte Aura, so daß sie in ihrem Wald nicht nur den totalen überblick haben, sonder auch aktiv als Wald handeln können, also zum Beispiel Blätter abfallen lassen, bis hin zu unterirdischen Gängen, die sie in Sekundenschnelle entstehen lassen. Sie sind sehr verwandt mit den Waldgeistern und können auch Waldtiere beeinflussen.

Wiesentrolle leben auf Wiesen, meistens in unterirdischen Gängen, die sie sich durchaus mit Maulwürfen oder Mäusen teilen. Sie verständigen sich oft auch mit niederen Tieren, und können sogar Botschaften der Insekten verstehen.

Heckentrolle sind nach außen hin sehr mißtrauisch, innerhalb einer Heckengemeinschaft legen sie aber großen Wert auf Zusammenhalt, so daß sich oft kleine verschworene Gemeinschaften bilden, von denen weder Mäuse noch Insekten ausgeschlossen sind. Sie gehen selten zu den großen Festen der Trolle, sondern versammeln sich lieber abends in der Hecke, um dort bei ihren Kumpels zu sein.

Erdtrolle sind die wenigen Trolle, die ihre meiste Zeit unter der Erde verbringen. Sie ähneln den Maulwürfen, kommen aber auch oft nach oben, besonders bei Vollmondnächten.

Monumentaltrolle leben in alten Gebäuden wie Kathedralen oder Schlössern, oder auch in Archiven und Büchereien oder in Gewölben und Weinkellern. Sie haben eine extrem ausgeprägte Aura und können ihre Umgebung virtuos beeinflussen. Das ist auch nötig, da sie oft sehr nah bei Menschen leben und sich nur so vor ihnen verstecken können. Monumentaltrolle werden besonders schnell etwas schrullig, da sie nur sehr selten mit anderen Trollen zu tun haben. Allerdings spielen sie oft mit Monumentaltrollen von Bauwerken anderer Städte das komplizierte Moghadda, das eine Mischung von verschiedenen menschlichen Spielen wie Mühle und Schach ist.

Klabautermänner leben auf Schiffen, in Zügen, in Flugzeugen, und manche fahren sogar mit Ubooten durch die Ozeane. Sie haben ähnlich den Monumentaltrollen eine ausgeprägte Aura, zudem kommt ihnen als übermittler von Nachrichten und geistigen Briefen eine besondere Rolle zu.

Wassertrolle leben ähnlich den Bibern in Unterwassernestern, besonders gerne in Waldteichen oder Tümpeln. Je nach Größe ihres Sees sind sie selten bis oft im Wasser. Sie können gut schwimmen und tauchen, bilden aber keine eigene Gemeinschaft, sondern schließen sich dem Trubel der Waldtrolle an.

Hoftrolle und Scheunentrolle sind die immer weniger werdenden Trolle, die auf Bauerhöfen leben und mit den Hühnern und sonstigen Viechern befreundet sind.

Baumtrolle materialisieren sich bevorzugt in Bäume. Steintrolle materialisieren sich bevorzugt in Steine. Moostrolle materialisieren sich bevorzugt in Moos.

Farntrolle bilden innerhalb des Waldes oft kleine Wohngemeinschaften in unterirdischen Bauen bei großen Farnen, oft leben sie mit kleinen Mäusen und Gnomen zusammen.

Druidentrolle und Zauberer sind besondere Trolle, die aufgrund ihres Alters viele Rituale und Beschwörungen kennen , außerdem können sie viele Zaubertricks und sie haben ein besonderes Charisma. Sie haben gerne spitze Hüte auf und tragen weite blaue und schwarze Mäntel, in denen sie alle ihre Utensilien in Miniaturform verkleinert mit sich tragen. Jüngere Zauberer sind oft auch noch Clowns.

Yggdrasil sind Mitglieder einer legendären Trollgruppe, die man aber schon seit ewig langen Zeiten nicht mehr gesehen hat. In den Geschichten tauchen ihre Taten dafür aber immer öfter auf. Sie werden inzwischen von den meisten Trollen nur noch bewundernd genannt, und die Beinamen, die man den Yggdrasil gab, sind ebenso prahlerisch wie erstaunlich. Das Wort Yggdrasil gibt es übrigens auch im deutschen Sprachgebrauch, wo es etwa eine Art Urweltenbaum bedeutet.

Wissenstrolle beschäftigen sich mit dem Erfassen menschlichen Wissens. Sie sammeln und speichern es, manche entwickeln es auch weiter oder suchen Fehler. Manche studieren auch das menschliche Wesen oder erstellen Studien über bestimmte menschliche Aspekte. So entwickeln sie auch Pläne für etwaige Kommunikation zwischen Trollen und Menschen, oder sie untersuchen Veränderungen im menschlichen Leben im Lauf der Jahre, manche beschäftigen sich auch mit Plänen zur Ausrottung oder Bekämpfung der Menschheit. Typisch aber für diese Wissenstrolle ist ihre Fixierung auf die Theorie. In die Praxis umgesetzt wird ihr Wissen nur, wenn andere Trolle es weiterbenutzen.

Hexentrolle pflegen die Tradition der alten Hexen. Sie versammeln sich bei der Walpurgisnacht und vollziehen uralte Rituale, beeindrucken sich mit möglichst langen und komplizierten Zaubersprüchen, tragen immer ominöse dicke Zauberbücher mit sich herum, manche werden von Raben begleitet, manche von Ratten. Sie leben meistens in Hütten und sammeln Kräuter. Im Gegensatz zur allgemeinen Vorstellung, Hexen seien böse, sind Hexentrolle besonders liebenswürdige Trolle.

Knörrans haben sich auf den Kampf spezialisiert. Besonders gut können sie ihre Größe und ihr Aussehen ändern, zudem schleppen sie schwere Keulen mit sich herum und grummeln laut vor sich hin. Da sie aber heute keine Feinde haben, außer ein paar bösartigen Ratten, sind sie im allgemeinen doch friedlich und gutmütig geworden. Man muß vielleicht hinzufügen, daß eine der Haupttaktiken der Knörrans im Kampf ihre Verwandlungsgabe ist, sie kämpfen durch Verändern ihrer Größe, Form und Struktur, wobei sie damit den Gegner verschrecken.

Klettertrolle leben meistens auf Bäumen und baün sich kleine Baumnester. Sie können sehr gut und schnell klettern und sind oft mit Eichhörnchen befreundet.

Windzaustrolle stellen sich tagsüber in Ebenen auf und lassen sich den Wind durch ihr langes Haar pfeifen wenn sie nachdenken. Manche können richtige kleine Lieder spielen, indem sie bloß ihren Kopf bewegen und dadurch der Wind anders pfeift. Seltsamerweise haben sie auch die Angewohnheit, unvorsichtige kleine Gnome in selbstgebaute Kinderwägen zu stecken und dann mit auf die Ebene zu nehmen. Windzaustrolle gelten als sehr mütterlich und können ausgezeichnet kochen.

Regentrolle gibt es in jeder Gegend wohl ein paar. Sie leben ganz normal als Waldtrolle, doch sobald es anfängt zu regnen, müßen sie anfangen zu tanzen; sie lieben den Regen. Es ist ein gemächlicher Tanz, eigentlich ein eher rhythmisches Stampfen in den Wasserpfützen. Je länger der Regen aber dauert, desto schneller und ekstatischer wird der Tanz. Zudem wirkt der Tanz ansteckend, so daß sich oft immer mehr Trolle um den Regentroll versammeln und schließlich mittanzen. Manche spielen auch dazu auf großen Trommeln, was die Faszination des Tanzes noch steigert. Dieser Regentanz ist wahnsinnig schön!

Eissteintrolle und Eistrolle leben im hohen Norden, beziehungsweise im tiefen Süden, also in Alaska, Sibirien, Grönland, Antarktis. Sie sitzen oder stehen wie festgefroren regungslos da und gelten als große Denker. Sie sind auch beliebtes Ziel von wandernden Gnomen, die regelmäßig Eistrolle besuchen.

Der Bauchschautroll ist ein Original der unterfränkischen "Trollszene". Er bewundert seinen schönen runden Bauch so sehr, daß er seinen Blick nicht mehr davon trennen kann und dermaßen blicklos durch den Wald wandert. Sein einziges Gesprächsthema sind Bäuche. Fairerweise muß man ihm zugestehen, daß er wirklich einen besonders großen dicken runden schönen Bauch hat.

Es gibt noch weitere Originale, wie den Uhrtroll, den Werbetroll, den Radeltroll, den Klagetroll. Oder ganze Trollfamilien, die einen besonderen Spleen haben, wie die Marmorkönigstrolle, oder die Schimpftrolle, gewissermaßen auch die Schlumpftrolle, und viele mehr. Und natürlich viele Bünde und Kulte, die ich hier aus Platzmangel nicht alle erwähnen konnte, wie noch die Mondsteintrolle, die Babbtrolle, die Sughytrolle. Es ist weiterhin wahrscheinlich, daß Trolle in anderen Erdteilen auch andere Besonderheiten haben. Natürlich haben die Trolle je nach Gebiet auch andere Sprachstile.


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